
Inmitten der rauen Straßen des Nordviertels strebt die junge Psychologin Sophie nach einem Neuanfang. Doch als eines Nachts ein älterer Mann vor ihren Füßen zusammenbricht, führt sie dieser Vorfall in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Unerwartet begegnet sie Tristan McCullen, einem Mann von beeindruckender Statur und unmissverständlicher Gewaltbereitschaft. Gefürchtet im Nordviertel und kampfsporterprobt verkörpert er alles, was Sophie ablehnt. Trotzdem übt der bestechend schöne Mann eine Anziehung auf sie aus, wie sie Sophie noch nie gefühlt hat. Als eine rätselhafte Droge aus Schlangengift das Nordviertel überrollt und ihre jugendlichen Patienten bedroht, ist es ausgerechnet Tristan, der ihr zur Seite steht. Gemeinsam geraten sie in ein gefährliches Geflecht aus Drogen und Kriminalität und Sophie wird süchtig – nach dem geheimnisvollen Rausch der Liebe.
»Süß wie Schlangengift« ist der emotionale und spannende Auftakt der zweibändigen Schlangengift-Dilogie. Der Folgeband ist »Gefährlich wie ein Kuss«.
2,99 €
ISBN
978-3982212982
Erstauflage: 2024
11,99 €
ISBN
979-8322076995
Erstauflage: 2024
11,99 €
ISBN
978-3759212740
Erstauflage: 2024

Tristans Gesicht kam zu ihr herunter und der Windhauch seiner Worte glitt über ihre Wange wie ein ferner Kuss. »Du spielst mit dem Feuer«, flüsterte er.
Kein Vorwurf lag darin, nur eine Feststellung.
»Ich weiß«, erwiderte sie und ließ ihr Haar fallen, es regnete auf seine Hand.
Seine Finger fingen es auf, verwoben sich in den weichen Strähnen, legten sie zur Seite. Und Sophie dachte: Stärke sieht man auf den ersten Blick, aber Sanftheit ist ein Geheimnis.

Sein Blick fiel nach unten, ein Lächeln umspielte seinen Mund. Ein kühles, ein fernes Lächeln, aber dennoch schön. Als er aufblickte, wusste sie, er würde ihr in dieser Nacht überhaupt nichts mehr von sich offenbaren.
»Lauf hier am besten abends nicht allein rum«, sagte er nur. »Und versuch solche Situationen wie eben zu vermeiden.«
»Und was soll ich tun, wenn es sich nicht vermeiden lässt? Wenn ich einem Mann wie dir begegne?«
»Weglaufen«, sagte er und sein Blick wurde dunkel wie die Schatten bei Nacht.
»Weglaufen?«, hauchte sie.
»Ja.«

„Und das sagst du mir jetzt als Psychologin?“, fragte er und kam ein paar Schritte auf sie zu. Sie nickte, fand die Kühle der Wand in ihrem Rücken, während sie ihren Blick nicht von ihm abwandte. Im Grunde machte er in diesen Sekunden nur das, was sie eben mit ihm gemacht hatte: Eine unsichtbare Grenze überschreiten.
Er überschritt sie auch nicht nur mit der Spitze seines Schuhs, sondern drang mit seiner großen Statur voll und ganz in Sophies Bereich ein. Schien mit Interesse die Gegensätzlichkeit zu beobachten, die in ihr war, das unsichtbare, wilde Gewässer, das ihr Herz bestürmte, und auch den tiefen, lautlosen Grund.